Schweizer Alpen-Club

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Sektion Kaiseregg

2001 feierte der Schweizerische Alpenclub das 100 jährige Bestehen des alpinen Rettungswesens. Da die öffentliche Hand bei Bergunfällen weder Hilfe bringen konnte noch wollte, hatte der noch junge SAC sich des Problems selber angenommen. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges überspannte schon ein gutes Netz von Rettungsstationen, Materialdepots und Meldestellen das schweizerische Alpengebiet.

1976 gründete auch die SAC-Sektion Kaiseregg eine eigene Rettungsstation, deren Materialraum anfangs in einer Baracke bei der Gypsera untergebracht war. Später konnte der Zivilschutzraum in der Brüggera gemietet werden. Kolly Ernest, dem ersten Rettungschef unserer Sektion, oblag die Bildung einer Mannschaft und ihrer Ausbildung.

Damals wie heute wird der Rettungschef an Zentral- und Regionalkursen der KBBK ausgebildet. Das spezifische Rettungsmaterial stellt der SAC zur Verfügung, während jeder Angehörige der Rettungskolonne bei Übungen und Einsätzen sowohl im Sommer wie im Winter auf sein privates Material zurückgreift.

Wie wird alarmiert?

Alarmiert wird die Rettungsstation zumeist über die Einsatzzentrale der Kantonspolizei oder über die REGA, mit der eine ganz enge Zusammenarbeit gepflegt wird. Auch ein Aufgebot über die Bezirks- oder Gemeindeführungsstäbe ist möglich (in Katastrophenfällen wie Sturm "Lothar"). Natürlich können auch Private direkt an die Einsatzleitung der Rettungsstation gelangen. Ein Einsatz wird in so einem Fall mit der REGA abgesprochen.

Die schnellsten und sichersten Wege sind:

REGA Tel. 1414
Kantonspolizei Tel. 117
Allgemeine Notfallnummer Tel. 144

Die routinierten Profis auf den Einsatzzentralen beraten und unterstützen Sie und verfügen über die nötigen schnellen Verbindungen. In nicht dringenden Fällen erreicht man die Rettungsstation über die Adresse:

Alpine Rettungsstation SAC Kaiseregg
Riedo Roland (Rettungschef)
Junkerweg 9
1716 Plaffeien
Tel. 026 419 13 66

Infrastruktur

Heute verfügt die Rettungsstation der Sektion Kaiseregg über sieben Einsatzleiter, die mittels Pager alarmiert werden können. Die Rettungkolonne umfasst rund 50 Alpinisten, von denen gut 15 zu Rettungseinsätzen jeder Schwierigkeit herangezogen werden können, während die weiteren Mitglieder vor allem bei Lawinenunfällen oder Suchaktionen zum Einsatz kommen.

Weiter kann die Rettungskolonne auf ein gut eingespieltes Lawinenhundeteam in den Nachbarsektionen zurückgreifen.

Seit dem Frühjahr 1987 ist das Materialdepot im zweckmässigen Zivilschutzraum Brüggera im Schwarzsee untergebracht.

Einsatzgebiet

Grob gesehen umfasst das Einsatzgeiet der Rettungsstation Schwarzsee den Sensebezirk, inklusive Schwarzenburgerland und Teile des Greyerzbezirks.

Zu erwarten sind neben eigentlichen Bergunfällen und Lawinenverschüttungen, also die Suche nach vermissten Wanderern, Pilzsuchern oder Jägern, das Bergen von unglücklich gelandeten Gleitschirmfliegern. Eine spezielle Gruppe der Rettungsstation ist auch für eine allfällige Seilbahnrettung im Kanton Freiburg ausgebildet.

Seit dem Frühjahr 1987 ist das Materialdepot im zweckmässigen Zivilschutzraum Brüggera im Schwarzsee untergebracht.

Die Rettungsstation Schwarzsee arbeitet eng mit den Nachbarstationen Greyerz, Thun und Boltigen zusammen.